Die Puderdose im Dienst der weiblichen Schönheit

Im 18. Jahrhundert trugen Frauen wie Männer Perücken und puderten diese. Natürlich wurde auch das Gesicht gepudert, zunächst weiß, dann zartrosa bis zartbraun. Säuglinge bekamen den Puder auf die Popobacken. Und immer war eine Puderdose mit im Spiel. Was den Puder zur Steigerung der weiblichen Schönheit betrifft, so standen die Puderdosen auf dem Toilettentisch bzw. der Frisierkommode und sie waren aus fein bedruckter Pappe oder aus Porzellan. Kleine bis kleinste Ausfertigungen waren aus Edelmetall, wurde mit Emaille belegt, mit Strass verziert oder mit Edelsteinen bestückt und kamen in das Handtäschchen aus Brokat, damit man sich auf dem Opernball immer mal die Nase nachpudern konnte. Heute spricht man nicht mehr von Puder-, sondern von Make-up-Dosen. Das Material besteht aus Plastik, das optisch jedoch aufgepeppt wird, damit die Dose ein antikes oder ein modernes, edles "Finish" aufweist.