| Auch ein Mann nutzt die Pillendose - die ist dann aus Plastik und kommt aus der Apotheke. Die Pillendose der Frau kommt jedoch vom Juwelier, aus dem Porzellanladen oder aus einer Geschenke-Boutique. Solche Pillendöschen haben möglicherweise auch einen nützlichen Effekt, vor allem aber wurden und werden sie produziert, weil Frauen sie "niedlich" finden. Das Pillendöschen ist um die 300 Jahre alt. Hergestellt aus Edelmetallen und mit Ornamenten, Edelsteinen oder Emaille-Einlegearbeiten versehen, fand es sich im Pompadour einer jeden Frau von Stand. Und heute findet es sich in der Vitrine fast jeden Antiquitätenhändlers. Die Porzellanfabriken erkannten die gefühlsmäßige Komponente und produzierten Pillendöschen am laufenden Band - auch heute noch. In Limoges werden jedes Jahr zehntausende solcher "antiker" Pillendöschen hergestellt. Das Deutsche Dosen-Museum besitzt eine Sammlung von mehreren hundert Pillendosen. |