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Die Dose in Lyrik und Literatur |
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"Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana" heißt der Roman des Nobelpreisträgers Umberto Eco, in dem um einen Antiquar geht, der sein Gedächtnis verloren hat und der sich anhand der Fundstücke auf dem Dachboden seines Großvaters wieder in die Kindheit und Jugend zurück erinnert. Der Roman ist im Carl Hanser Verlag erschienen. Wir zitieren:
"Ich begann in einigen Regalen zu stöbern, auf die Gefahr hin, dass die aufgestapelten Schachteln und Dosen zu Boden fielen. Denn der Großvater hatte offensichtlich auch Schachteln, Büchsen und Dosen gesammelt, besonders, wenn sie aus Metall und bemalt waren. Kondensmilchbüchsen, Zwiebackschachteln von Wamar mit Putten auf einer Schaukel, das Etui der Arnaldi-Tabletten oder das mit dem vergoldeten Rand und den Pflanzenmotiven der Brillantine Coldinava, die Bonbonniere der Perry-Federn, die prachtvoll glänzende Schachtel der Presbitero-Buntstifte, mit allen Stiften noch ungestutzt in Reih und Glied, wie ein Patronengurt für Gelehrte, und schließlich die Kakaobüchse von Talmone, mit den Due Vecchi – einer zierlichen alten Dame, die das leichtbekömmliche Getränk einem lächelnden Greis anbietet, der, ganz ancien régime, noch richtige culottes trägt. Unwillkürlich erblickte ich in ihm den Großvater und in ihr die Großmutter, die ich kaum gekannt hatte.
Als nächstes stieß ich auf eine runde Büchse oder Dose, Stil Ende neunzehntes Jahrhundert, des Mineralwasserpulvers von Brioschi. Zwei Herren mit Zylindern kosten entzückt aus langstieligen Gläsern, die ihnen von eine graziösen Kellnerin gereicht werden. Als erstes erinnerten sich meine Hände. Man nimmt ein Tütchen aus der Schachtel, das ein weiches weißes Pulver enthält, schüttet es langsam in eine mit Leitungswasser gefüllte Flasche und schwenkt sie ein wenig, damit sich das Pulver gut auflöst und nicht am Flaschenhals kleben bleibt; dann nimmt man ein zweites Tütchen, in dem das Pulver körnig ist und aus kleinen Kristallen besteht, und schüttet es gleichfalls hinein, aber schnell, denn das Wasser beginnt sofort zu schäumen, man muss die Flasche unverzüglich mit dem Bügelverschluss dichtmachen und warten, dass sich das chemische Wunder in dieser Ursuppe vollzieht, unter Gezisch und Gebrodel der Flüssigkeit, die in kleinen Bläschen durch die Ritzen der Gummidichtung zu entweichen versucht. Schließlich legt sich der Sturm, und das prickelnde Wasser kann getrunken werden, als Tafelwasser, als Kinderwein, als hausgemachter Sprudel. Das acqua visci, sagte ich mir.
Aber nach meinen Händen regte sich etwas anderes, ähnlich wie an jenem Tag, als ich plötzlich das Mickymausheft mit dem Schatz Clarabellas erblickte. Ich suchte nach einer anderen Dose, sicher aus späterer Zeit, die ich so viele Male geöffnet hatte, bevor wir uns zu Tisch setzten. Die Zeichnung musste ein ganz klein wenig anders sein: die gleichen Herren mit Zylinder, die in der gleichen Haltung das wundersame Sprudelwasser aus langen Champagnergläsern genossen, aber nun entdeckte man auf dem Tisch eine Dose von exakt derselben Art, wie ich sie in der Hand hielt, und darauf waren dieselben Herren dargestellt, die an einem Tisch tranken, auf dem eine weitere Dose mit Mineralwasserpulver stand, auch sie mit zwei Herren, die... Und so immer weiter, ich wusste, dass eine Lupe oder ein starkes Mikroskop genügt hätte, um auf den Dosen weitere Dosen sehen, Dosen en abime oder chinesische Dosen oder russische à la Matrioschka.
Die Unendlichkeit, wahrgenommen mit den Augen eines Kindes, das noch nichts vom Paradox des Zenon weiß. Der Wettlauf zu einem unerreichbaren Ziel – weder die Schildkröte noch Achilles würden jemals bis zur letzten Dose gelangen, zu den letzten Herren und der letzten Kellnerin. Man lernt schon als Kind die Metaphysik des Unendlichen und die Infinitesimalrechnung, nur weiß man noch nicht, was man da wahrnimmt, es könnte das Bild eines endlosen Rückschritts sein oder auch, im Gegenteil, die grauenvolle Verheißung der ewigen Wiederkehr und des Kreislaufs der Zeitalter, die sich in den Schwanz beißen, denn bei der letzten Dose angelangt, sollte es denn eine letzte geben, würde man vielleicht am Grund des Strudels sich selbst entdecken, mit der ersten Dose in der Hand.
Warum habe ich beschlossen, Antiquar zu werden, wenn nicht, um bis zu einem festen Punkt zurückzugehen, dem Tag, an dem Gutenberg in Mainz die erste Bibel gedruckt hat? Da weiß man doch wenigstens, dass man hier halt machen kann, sonst wäre man nicht mehr Buchhändler, sondern Handschriftenentzifferer. Man wählt einen Beruf, in dem man lediglich fünfeinhalb Jahrhunderte überschauen muss, weil man als Kind über die Unendlichkeit der Acquavisci-Dosen fantasiert hat."
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"Die Schnupftabaksdose", ein Gedicht von Joachim Ringelnatz
Es war eine Schnupftabakdose
Die hatte Friedrich der Große
Sich selbst geschnitzelt aus Nußbaumholz.
Und darauf war sie natürlich stolz.
Da kam ein Holzwurm gekrochen.
Der hatte Nußbaum gerochen.
Die Dose erzählte ihm lang und breit
Von Friedrich dem Großen und seiner Zeit.
Sie nannte den alten Fritz generös.
Da aber wurde der Holzwurm nervös
Und sagte, indem er zu bohren begann:
"Was geht mich Friedrich der Große an!" |
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Campbell's Suppen bilden das Motiv einer Serie von Bildern des US-Popart-Künstlers Andy Warhol. Die verschiedenen Motive sind als Poster bzw. Kunstdruck erhältlich über www.kunst-fuer-alle.de. Dieses Kunst-Versandhaus hat auch verschiedene Krawatten mit Motiven von Campbell's Soups im Angebot, dito einen Wecker, einen Füllfederhalter und eine Visitenkarten"box", der neudeutschen Vokabel für Dose. |
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| Bonbonnieren haben zwar eigentlich keinen richtigen Gebrauchszweck, aber eine schöne alte Bombonniere macht sich
wunderbar im Vitrinenschranks Ihres Landhauses oder Ihrer Villa. Falls Sie derzeit weder das eine, noch das andere besitzen, sollten Sie sich bei www.fertighaus.de umsehen, denn
über diese führende Website sind schon viele zu Hausbesitzern geworden. |
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| Von der Spardose zum Sparschwein (oder umgekehrt) ist es nur ein kleiner Schritt. Aus diesem Grund sammelt das Deutsche
Dosen-Museum auch Sparschweine. Wer mehr über diese Tiere erfahren will, klicke sich ein bei www.sparschweinschutz.de |
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| Wer selber sein Haus ausbaut, wird die Dose richtig zu schätzen lernen. Denn Kleber und Lacke kommen aus der Dose und
Nägel und Schrauben liegen in Dosen, wenn diese auch neuzeitlich als "Box""bezeichnet werden. Übrigens: über www.ausbauhaus.de findet man dutzende Haustypen, die in Eigenleistung ausgebaut werden können. |
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| Historische Vorratsdosen mit Aufschriften wie "Hafergrütze" oder "Graupen" finden auch in modernen Küchen einen wirkungsvollen Platz. Bauanleitungen, wie man sich ein schönes Regal tischlert, findet man unter www.baumarkt.de |
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Selbsterhitzende Dosengerichte bietet die Website www.dauerbrot.de an. Die Dosengerichte wurden für das Militär entwickelt und
spenden ohne Feuer und Flamme eine warme Mahlzeit.
Segensreich sind diese Dosen vor allem bei Rettungseinsätzen in Katastrophenfällen. Opfer und Retter können mit verschiedenen Mahlzeiten versorgt werden, auch ein fleischfreies Currygericht ist im Angebot. Auch wer auf Reisen die Autobahnraststätte meiden oder zu einer Outdoor-Expedition aufbrechen will, wird diese Dosengerichte zu schätzen wissen.
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Schwarzbrot und Kuchen in Dosen, das wird nicht jedem bekannt sein. Wer aber im Caravan Richtung Süden fährt, wird bald Sehnsucht nach frischem deutschen Schwarzbrot haben – und auch nach deutschem Kuchen, denn das übermäßig
zuckrige Backwerk aus südlichen
Ländern ist nicht jedermanns Sache. Da ist es ein guter Tipp, sich an www.schwarzbrot.com zu wenden.
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