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Unser Leben mit der Dose -
von der Wiege bis zur Bahre

Es wird an der Zeit, den Dosen ein eigenes Museum
zu bieten. Denn sie begleiten uns von der Wiege bis
zur Bahre. Als Baby wird uns der Popo eingesalbt mit Creme aus der allseits bekannten blauen Dose, damit unser Hinterteil nicht wund wird. Auch Puder aus der Puderdose hilft, Hautreizungen beim Baby zu verhindern oder zu mildern. Unsere ersten Zähnchen werden verwahrt in einer Zahndose und eine Locke wird uns auch abgeschnitten, um in der ewigen Dunkelheit einer Lockendose zu verschwinden.
Kaum sind wir gehfähig, treten wir - sofern wir Jungs sind - gegen leere Konserven- oder Getränkedosen, die immer mal auf der Straße herumliegen. Oder wir spielen - sofern wir Mädchen sind - mit einem Kaufmannsladen, in dem es natürlich viele Miniaturdosen gibt, die den richtigen Dosen naturgetreu nachempfunden sind. In jedem Fall hat man uns eine Spardose übergeben, um uns den Umgang mit Geld und den Sinn des Sparens beizubringen.
Weihnachten stehen wir aufgeregt unter dem Tannenbaum. Und unter den vielen Dingen, die
uns faszinieren, fasziniert uns eine große, bunt bedruckte Lebkuchendose ganz besonders. Dass das Motiv richtig kitschig ist, das nehmen wir erst Jahre später wahr - und beginnen dann, solche Gebäckdosen zu sammeln in Erinnerung an unsere Kinderzeit und auch, weil jeder Mensch "irgendwie" ein Herz für Kitsch hat. Doch weil Lebkuchendosen recht große (bis sperrige) Formate haben, verbannen wir sie eines Tages auf den Dachboden, denn sich von ihnen zu trennen, das bringen wir nicht über´s Herz. Wird der Dachboden eines Tages ausgebaut - stehen uns die großen Dosen dann doch im Weg und wir entschließen uns, sie über ebay zu versteigern unter dem vertrauenerweckenden Zusatz "echter Dachbodenfund".
Nun sind wir schon acht Jahre alt und wünschen uns
ein Cyberspace-Quartett. Und das steckt in einer rechteckigen Plastikdose. Die Tennisbälle, die man uns für unsere ersten Spielversuche auf dem roten Platz mitgibt, liegen in einer röhrenförmigen Dose. Ohne Butterbrotdose, die man uns in den Tornister einpackt, gehen wir nicht in die Schule. Leider stehen unsere Zähne etwas schief, also müssen wir eine Zahnspange tragen. Und die lagern wir in einer Zahnspangendose. Ein ähnliches Utsenil wird uns Jahrzehnte später wieder begegnen, warten wir nur ab!
Endlich haben wir das Teenager-Alter erreicht. Unserer ersten Liebe schenken wir eine Herzdose, in die wir - fein gefaltet - ein Gedicht gesteckt haben. Herzdosen kommen später in unserem Leben öfters vor, beispielsweise als Verpackung für Pralinen oder in Porzellanausführung als Schmuckdose für diese/n oder jene/n, die/der uns besonders nahe steht.
Sind wir dann um die 18 oder 20 Jahre alt, beschenken wir Vater zum Geburtstag mit einem edlen Cognac. Der steckt nicht nur in einer Flasche, sondern diese auch noch in einer aufwändig bedruckten Aluminiumdose. Die erste eigene kleine Wohnung müssen wir natürlich farblich aufwerten. Also kaufen wir Lack oder Beize - in der Dose. Den Küchenschrank füllen wir mit Dosensuppen und Würstchen, Sauerkraut oder Leipziger Allerlei aus der Dose, denn auch ein Single muß ja leben. Gummiringe, Heftplaster, Verhüterli und sonstigen Kleinkram verwahren wir in einer Dose, die wir von Oma geerbt haben.
Kommt wichtiger (lieber) Besuch, kochen wir sogar selbst und jonglieren mit Gewürzdosen. Oder - sicher ist sicher - der Chinese liefert uns warmes Essen ins Haus, sauber portioniert in Plastikdosen. Man ist ja noch jung und muß sparen. Also waschen wir die "chinesischen Dosen" aus und nutzen sie als Vorratsdosen. Später, wenn wir denn mal Geld haben, so nehmen wir uns vor, kaufen wir uns richtige alte chinesische Dosen, die allgemein als "Deckelvasen" angeboten werden, was natürlich sprachlicher Blödsinn ist, denn eine Vase braucht Wasser, aber keinen Deckel.
Im Berufsleben will man einen guten Eindruck machen, also reiben wir uns Gel in die Haare - aus der Dose. Und sind wir eine junge Frau, dann kommt Tages- oder Nachtcreme auf unsere Gesichtshaut - aus der Plastikdose. Sind wir ein junger Mann, dann cremen wir nach der Rasur die gereizte Haut ein - mit Creme aus der Dose. Und damit wir einen frischen Atem haben, lutschen wir Pfefferminzpillen aus der Dose.
Inzwischen sind etliche Jahre vergangen, wir sind im Beruf arriviert, haben einen Ehepartner und eigene Kinder. Wir gehen über Trödelmärkte oder stöbern in Antiquariaten und kaufen teure Bonbonnieren, die eigentlich für Nichts gut sind, sich aber als Geschenk eignen für den Chef, Freunde, für liebe Verwandte. Weil die Kinder nicht immer vor dem PC hocken sollen, zerren wir sie über die Kirmes bzw. den Jahrmarkt. Rundherum ist alles digitalisiert. Es flimmert, leuchtet und dröhnt an allen Ecken. Und dann sehen wir die Wurfbude mit den eingebeulten Konservendosen, wie sie auch schon unsere Groß- und Urgroßeltern kannten. Und was machen wir?
Wir werfen und freuen uns, dass es noch Spiele gibt ohne "Maus".
Sind wir dann um die 50 Jahre alt, stellen wir fest, dass man sich einen neuen Partner suchen sollte. Nicht alle verspüren diesen Drang, gewiß - aber doch mehr und mehr. Also gehen wir zum Scheidungsanwalt und kämpfen um Geld und geldwerte Gegenstände, beispielsweise um eine wertvolle Porzellandose mit der Marke "Bavaria", die jeder von uns beiden Streithähnen für sich beansprucht, "denn die habe ich ja entdeckt", "aber ich habe sie gekauft!"
Der Ehe- und /oder Scheidungskrieg hat uns mitgenommen. Also müssen wir zum Doktor, der uns Pillen und Tabeletten verordnet. Morgens eine, mittags eine und abends drei. Damit wir die Pillen immer bei uns haben, führen wir also eine Pillendose mit uns herum.
Mit oder ohne neuem Partner begeben wir uns in die Restlaufzeit. Der Zahnarzt verdient sich an unserem Gebiß einen neuen Orientteppich oder vielleicht eine alte chinesische Teedose - und wir packen unsere dritten Zähne in eine spezielle Gebißdose. Da wir ein Leben lang hart gearbeitet haben, brauchen wir nicht auf Teebeutel zurückzugreifen. Wir trinken edle Tees, deren Blätter wir in Dosen aufbewahren. Und sind wir ein älterer Herr, so stopfen wir eine Pfeife mit Tabak aus der Tabakdose. Und sind wir eine ältere Dame, so reiben wir uns eine Dosencreme gegen Cellulite auf die Po-Backen, die sich eigentlich sowieso keiner mehr ansieht.
Plötzlich entschließen wir uns, die Erde zu verlassen. Sind wir katholischen Glaubens, kommt der Priester zur Letzten Ölung. Das Öl ist aber in Wirklichkeit eine wohlriechende Salbe - und die kommt aus einer vergoldeten Silberdose. So gestärkt, tun wir unseren letzten Seufzer und werden eingeäschert, wie im Testament verfügt. Die Asche kommt dann in eine Dose, die man - weil es besser klingt - als Urne bezeichnet.
Was mich betrifft, so bestehe ich auf einem Dosenbegräbnis.

Wolfram Dübbel
Campbell's Suppen Campbell's Suppen bilden das Motiv einer Serie von Bildern des US-Popart-Künstlers Andy Warhol. Die verschiedenen Motive sind als Poster bzw. Kunstdruck erhältlich über www.kunst-fuer-alle.de.
Dieses Kunst-Versandhaus hat auch verschiedene Krawatten mit Motiven von Campbell's Soups im Angebot, dito einen Wecker, einen Füllfederhalter und eine Visitenkarten"box", der neudeutschen Vokabel für Dose.
Bonbonnieren haben zwar eigentlich keinen richtigen Gebrauchszweck, aber eine schöne alte Bombonniere macht sich wunderbar im Vitrinenschranks Ihres Landhauses oder Ihrer Villa. Falls Sie derzeit weder das eine, noch das andere besitzen, sollten Sie sich bei www.fertighaus.de umsehen, denn über diese führende Website sind schon viele zu Hausbesitzern geworden.
Von der Spardose zum Sparschwein (oder umgekehrt) ist es nur ein kleiner Schritt. Aus diesem Grund sammelt das Deutsche Dosen-Museum auch Sparschweine. Wer mehr über diese Tiere erfahren will, klicke sich ein bei www.sparschweinschutz.de
Wer selber sein Haus ausbaut, wird die Dose richtig zu schätzen lernen. Denn Kleber und Lacke kommen aus der Dose und Nägel und Schrauben liegen in Dosen, wenn diese auch neuzeitlich als "Box""bezeichnet werden. Übrigens: über www.ausbauhaus.de findet man dutzende Haustypen, die in Eigenleistung ausgebaut werden können.
Historische Vorratsdosen mit Aufschriften wie "Hafergrütze" oder "Graupen" finden auch in modernen Küchen einen wirkungsvollen Platz. Bauanleitungen, wie man sich ein schönes Regal tischlert, findet man unter www.baumarkt.de

Selbsterhitzende Dosengerichte bietet die Website www.dauerbrot.de an. Die Dosen­gerichte wurden für das Militär entwickelt und spenden ohne Feuer und Flamme eine warme Mahlzeit.

Dauerbrot

Segensreich sind diese Dosen vor allem bei Rettungseinsätzen in Katastro­phen­fällen. Opfer und Retter können mit verschiedenen Mahl­zeiten versorgt werden, auch ein fleischfreies Currygericht ist im Angebot. Auch wer auf Reisen die Autobahnraststätte meiden oder zu einer Outdoor-Expedition aufbrechen will, wird diese Dosengerichte zu schätzen wissen.

 

Schwarzbrot und Kuchen in Dosen, das
wird nicht jedem bekannt sein. Wer aber im Caravan Richtung Süden fährt, wird bald Sehnsucht nach frischem deutschen Schwarzbrot haben – und auch nach deutschem Kuchen, denn das übermäßig

Schwarzbrot

zuckrige Backwerk aus südlichen Ländern ist nicht jedermanns Sache. Da ist es ein guter Tipp, sich an www.schwarzbrot.com zu wenden.

 
Wenn ein Trauerfall eingetreten ist
 13.03.2010
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